Widerruf im Onlinehandel

Für online gekaufte Geschenke gelten spezielle Regeln: Meist können Sie zwei Wochen lang grundlos zurückgegeben werden.

Wer Weihnachtsgeschenke zurückgeben will, die im Laden erstanden wurden, ist auf das Entgegenkommen des Händlers angewiesen. Wurde das ungeliebte Geschenk im Internet oder im Versandhandel gekauft, liegt die Sache jedoch anders: Da können Kunden das Geschäft widerrufen und die Ware innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurückschicken. Das gilt auch für Bücher, wenn sie nicht beschädigt wurden.

Vorsicht bei DVDs, CDs und Co.

Aber nicht ohne Weiteres für Hörbücher: Die Rückgabe von DVDs, CDs und Software wird von den Händlern natürlich nur in versiegelten Verpackungen akzeptiert. Andernfalls würden sie dem „Schwarzbrennen“ ihrer Ware Vorschub leisten. Wer also ein Hörbuch oder eine Musik-CD bereits zur Probe aufgemacht (= „entsiegelt“) hat, muss sie in der Regel auch behalten. Damit verwirkt der Kunde sein Widerrufsrecht.

Hat dagegen der geschenkte CD-Player eine Macke, kann der Beschenkte (oder derjenige, der das Geschenk erworben hat) gegenüber dem Verkäufer zwei Jahre lang Gewährleistungsansprüche anmelden, d.h. entweder Ersatzware oder Reparatur verlangen. Nur wenn die Reparatur (juristisch: Nachbesserung) zwei Mal misslingt, muss der Verkäufer den Kaufpreis zurückzahlen.