Virtuelles Wasser sparen

Jeder Deutsche verbraucht 4.000 Liter virtuelles Wasser am Tag. Mit unseren Tipps verkleinern Sie Ihren Wasserabdruck.

Auch wenn wir es nicht sehen können: Wasser steckt in allen Produkten und Lebensmitteln, die wir täglich benutzen und essen. Dieses Wasser, das bei der Produktion von Waren verbraucht oder verschmutzt wird, nennt man virtuelles Wasser. Oft kommt es aus Regionen, in denen sauberes Wasser knapp ist. Vermeiden können wir diese Art von Wasserverschwendung nicht. Aber reduzieren.

Saisonal und regional einkaufen

Eine entscheidende Rolle spielt die Herkunft von Lebensmitteln. Gemüse zum Beispiel benötigt je nach klimatischer Situation unterschiedlich viel Wasser. Wer viel regionale und saisonale Lebensmittel kauft, senkt seinen Wasserfußabdruck. Denn Ware aus der Region hat oft einen sehr viel geringeren Wasserverbrauch als Importware aus südlichen Ländern.

Weniger Fleisch konsumieren

Tierische Lebensmittel sind Spitzenreiter beim Verbrauch von virtuellem Wasser. Viel pflanzliche Lebensmittel in den Speiseplan einbauen und Fleisch nur in Maßen genießen, senkt den Wasserabdruck deutlich. Da die Produktion von Fleisch auch einiges an Treibhausgasen verursacht, ist eine vegetarische Ernährung zudem gut fürs Klima.

Flicken statt wegwerfen

Da der Anbau von Baumwolle extrem wasserintensiv ist, ist der Wasserverbrauch in der Bekleidungsindustrie sehr hoch. So kostet es 2.700 Liter Wasser, ein T-Shirt zu produzieren. Eine Jeans schlägt sogar mit 11.000 Liter zu Buche. Wer seine Kleidung lange trägt und das eine oder andere Stück Second-Hand kauft, schützt Wasserressourcen.

Produkte lange benutzen

In einem Computer stecken 20.000 Liter virtuelles Wasser, in einem Smartphone 910 Liter. Viele dieser technische Geräte werden ersetzt, bevor sie kaputt sind. Wer nicht jedem Trend hinterherläuft und Geräte so lange wie möglich nutzt, spart also richtig viel Wasser. Und: Defekte Geräte bitte nicht wegwerfen, sondern beim Händler zurückgeben. So können einige Rohstoffe wiederverwendet werden, ohne dass dafür zusätzliches Wasser verbraucht wird. Denn um Rohstoffe zu gewinnen, sind große Mengen Wasser nötig.

Recyclingpapier verwenden

Um ein Blatt DIN-A4-Papier herzustellen, sind zehn Liter Wasser nötig. Denn den Faserrohstoff Holz in Papier zu verwandeln, ist ein sehr wasserintensiver Prozess. Einen deutlich kleineren Wasserfußabdruck hat Recyclingpapier. Hier fallen lediglich 100 Milliliter pro Blatt an.