Prima Klima zu jeder Jahreszeit

Flächenheizungen machen Wohnräume nicht nur mollig warm sondern können sie im Sommer auch angenehm kühl halten. Ideal ist die Kombination mit erneuerbaren Energien.

Die Sonne heizt erbarmungslos, in
der Wohnung hat das Thermometer
die 30-Grad-Marke längst überschritten.
Da hilft nur noch eins:
Heizung an! Klingt paradox, funktioniert
aber physikalisch ganz hervorragend.
Denn: Vor allem moderne
Heizsysteme eignen sich im
Prinzip auch zum Kühlen, geeignete
Konverter und Wärmetauscher vorausgesetzt.

Fortschrittliche Anlagen, die möglichst
viel regenerative Energie nutzen,
arbeiten sowieso meist mit sehr
niedrigen Vorlauftemperaturen.
Dazu zählen solarthermische Anlagen
in Kombination mit Erdgas-
Brennwertkesseln oder Wärmepumpen.
Dadurch sind in den
Zimmern größere Heizflächen erforderlich
– idealerweise verschwinden
sie unterm Fußboden, in den
Wänden oder Decken.

Effektiver Heizen

Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Heizsysteme (Zur Vergrößerung bitte aufs Bild klicken)

Der Unterschied zwischen herkömmlichen
Heizkörpern und solchen
Flächenheizungen liegt in der
Art der Wärmeabgabe. Während
Heizkörper hauptsächlich die Umgebungsluft
anheizen, die dann im
Raum zirkuliert, produzieren Flächenheizungen
einen höheren Anteil
an Strahlungswärme. Die Luft
wird dabei kaum erwärmt, sondern
viel mehr die Oberflächen von Gegenständen.
Vorteil: Es entstehen
nur minimale Luftströme, kein Staub
wird aufgewirbelt. Das macht Flächenheizungen
besonders für Allergiker
interessant.

Auch wenn der Anteil klimatisierter
Gebäude im gesamten Wohnungsbau
augenblicklich gerade einmal
bei fünf Prozent liegt, erhoffen
sich vor allem Hersteller von Solaranlagen
und von Wärmepumpen
eine steigende Nachfrage. Denn je höher der regenerative Anteil an
der für Heizung und Warmwasser
genutzten Energie ist, desto erschwinglicher
werden gekühlte Räume
bei tropischen Temperaturen.

Gleichmäßig temperieren

Flächenheizungen kühlen sehr
gleichmäßig, es entsteht kein unangenehmer,
kalter Luftzug. Solaranlagen
eignen sich besonders gut für
die Raumkühlung, denn ihre Energie
steht genau dann üppig zur Verfügung,
wenn Kühlung am meisten
gewünscht wird – im Hochsommer.
Lediglich eine entsprechende technische
Einheit muss vorgeschaltet
werden, die aus der im Kollektor
gesammelten Wärme Kälte produziert.
Das funktioniert ähnlich wie
bei einem Campingkühlschrank:
Auch dort wird über ein spezielles
Medium und einen Wärmetauscher
warme Luft nach außen transportiert
und kalte ins Innere.