Barrierefrei sanieren

Sanieren und an morgen denken: Mit Zuschüssen vom Staat wird der Wohnraum seniorengerecht.

Der Einstieg die Badewanne klappt nicht mehr, die Treppe wird zu steil, der Türrahmen ist zu eng für den Rollstuhl – mit dem Alter kann das Leben im eigenen Zuhause ganz schön mühsam werden. Barrierefreie Wohnungen ermöglichen es, so lang wie möglich selbstständig zu leben. Das Beseitigen von Stolperfallen in der eigenen Wohnung wird mit Geld vom Staat gefördert. Auch Maßnahmen gegen Wohnungseinbrüche werden finanziell unterstützt. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin. Hauseigentümer sollten sich im Zuge einer energetischen Sanierung daher überlegen, ob sie gleichzeitig auch barrierereduzierende Maßnahmen umsetzen. „Die Kombination der Maßnahmen senkt die Kosten, da Mehrfacharbeiten wegfallen“, rät Petra Hegen von Zukunft Altbau.

Anträge wieder möglich

Baumaßnahmen für mehr Barrierefreiheit und Sicherheit in den eigenen vier Wänden sind jetzt wieder deutlich attraktiver geworden. Im vergangenen Jahr waren die Fördergelder aufgrund der hohen Nachfrage bereits im Juli aufgebraucht, so dass die KfW in der zweiten Jahreshälfte keine Anträge mehr genehmigte. Dieses Jahr stellt der Bund 125 Millionen Euro zur Verfügung, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.

„Die jetzt wieder aufgenommene Förderung barrierereduzierender Maßnahmen sieht Zuschüsse in Höhe von zehn Prozent der förderfähigen Kosten vor“, sagt Petra Hegen von Zukunft Altbau. „Für den höherwertigen Förderstandard ‚Altersgerechtes Haus‘ gibt es sogar 12,5 Prozent.“ Die Zuschusshöhe beträgt 200 bis 6.250 Euro. Die Mindestinvestitionskosten liegen bei 2.000 Euro. Alternativ kann auch die Kreditvariante, für die es in der zweiten Jahreshälfte 2016 keine Unterbrechung gab, in Anspruch genommen werden: Bis zu 50.000 Euro anrechenbare Kosten pro Wohneinheit sind möglich.

Schutz vor Einbrechern

Wer seine Wohnung oder sein Haus gegen Einbrecher sichern möchte, erhält Zuschüsse in Höhe von 200 bis 1.500 Euro oder einen Kredit. Gefördert werden unter anderem der Einbau von Alarmanlagen, Gegensprechanlagen, Gitterstäben, die Nachrüstung von einbruchhemmenden Türen sowie Beleuchtungssysteme. Die Maßnahmen können mit barrierereduzierenden Schritten kombiniert werden – es gilt aber die Zuschusshöchstgrenze.

Tipp: Nützliche Infos darüber, wie sich Badezimmer smart sanieren lassen, gibt es hier.