Wie viel Strom schluckt mein PC?

Der Stromverbrauch von Geräten wie PCs und Smartphones ist meist nicht gekennzeichnet. Das aber wünscht sich der Verbraucher, wie eine Umfrage zeigt. Die Hersteller sind gefordert.

Computer besitzen keine Energielabel, wie es etwa bei neuen Kühlschränken der Fall ist. Das aber stört die meisten Bundesbürger. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) würden mehr als drei Viertel der Befragten ihre Kaufentscheidung nach der Energieeffizienz des Computers ausrichten, gäbe es eine verpflichtende Kennzeichnung.

Die wäre sinnvoll und wichtig, denn Unterhaltungsmedien verbrauchen inzwischen 24,6 Prozent des gesamten Strombedarfs eines Haushalts.

Raus aus der Wegwerf-Gesellschaft

Der Lebenszyklus eines Computers verschlingt viel Energie und viele Rohstoffe – sei es bei der Produktion, der Nutzung oder bei der Entsorgung. Ein Drittel der Befragten glaubt, dass es für Umwelt und Klima besser ist, wenn man sich ein neues, energiesparendes Gerät kauft. 60 Prozent hingegen meinen, es sei besser, das alte Gerät länger zu benutzen. Vor allem die 45- bis 59-Jährigen und Menschen mit höherer Bildung denken so.

Der Verbraucher ist schon weiter

Die Verbraucher sind den Herstellern und dem Gesetzgeber voraus, sagt Robert Pörschmann, Energieexperte des BUND. Sie wollen wissen, was sie kaufen und welche Umweltauswirkungen die Produkte haben. Wir fordern die Computerhersteller auf, den Erwartungen ihrer Kunden endlich zu entsprechen. Der Energie- und Ressourcenverbrauch bei der Herstellung von Computern muss entscheidend reduziert werden. Die Lebensdauer der Geräte muss durch austauschbare Akkus erhöht und der Energieverbrauch klar gekennzeichnet werden.

Vor allem der Akku ist ein Problem

Im Gegensatz zu älteren Notebooks und Smartphones besitzen neuere Geräte oft einen fest verbauten Akku. Ist der hinüber, fliegt das Gerät in den Müll. 61 Prozent der Deutschen würden ihr Gerät gern weiter nutzen, wenn der Akku im nächsten Elektronikmarkt ausgetauscht werden könnte. 10 Prozent sind bereit. den Computer zum Akku-Wechsel einzuschicken. Nur acht Prozent möchten in jedem Fall ein neues Gerät kaufen.

Die Umweltschützer des BUND fordern außerdem, Ressourcen zu schonen, indem IT-Geräte besser recycelt werden können.