Wald wird Klimaschützer

Der deutsche Wald soll einen starken Beitrag zum Klimaschutz leisten – dafür hat die Regierung den Waldklimafonds eingerichtet. Waldbesitzer kritisieren den Fonds als "schlechten Witz".

Am vergangenen Mittwoch haben Bundesumweltminister Peter Altmaier und Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner den Waldklimafonds auf den Weg gebracht. Mit Hilfe des Fonds will die Regierung die Leistungen nachhaltiger Forstwirtschaft stärken und die Anpassung der Wälder an den Klimawandel unterstützen.

Trotz knapper Mittel auf den Weg gebracht

Wälder können höchst effektive Klimaschützer sein, weil sie CO2 binden und speichern, erklärte Bundesumweltminister Peter Altmaier. Diese Funktion wollen wir mit dem Waldklimafonds stärken. Und was gut für den Wald ist, ist auch gut für die biologische Vielfalt.

Finanziert wird der Waldklimafonds aus dem Energie- und Klimafonds (EKF). Dass der Waldklimafonds nun trotz knapper Mittel auf den Weg gebracht wird, werteten Aigner und Altmaier als wichtiges Signal. Ausgestattet ist er zunächst mit insgesamt 34 Millionen Euro für die nächsten Jahre.

Verband: Tropfen auf dem heißen Stein

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Walbesitzerverbände (AGDW) sprach bezüglich der Fördersumme von einem Tropfen auf dem heißen Stein. Von ursprünglich avisierten 50 Millionen Euro im Jahr wurde der Fonds demnach nun auf jährlich 7 Millionen abgeschmolzen. Der Grund: Da der CO2-Handel weit hinter den Erwartungen zurück bleibt, fehlen im EKF die Mittel.

AGDW-Präsident Philipp zu Guttenberg sprach angesichts dessen von einem schlechten Witz: Schon heute leiden unsere Wälder unter dem Klimawandel. Um sie fit für die Zukunft zu machen und ihre Klimaschutzleistungen zu erhalten, brauchen wir in der neuen Legislatur eine deutliche Aufstockung dieser Mittel. Die ehrgeizigen Klimaschutzziele der Bundesregierung könne man sonst nur als Lippenbekenntnisse bezeichnen.