Wärmer als je zuvor

Nicht nur die Durchschnittstemperatur erreichte 2015 einen Spitzenwert. Auch andere Wetterdaten zeigen, wie sehr sich unser Klima verändert.

Das vergangene Jahr war das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Es wich um 0,9 Grad Celsius von der Durchschnittstemperatur des 20. Jahrhunderts ab. Enorm ist dabei der Sprung seit dem Jahr 2014, das 0,7 Grad wärmer als die Vergleichsperiode war und damit bisheriger Spitzenreiter.

Extreme häufen sich

Doch der Temperaturanstieg ist nicht der einzige Höchstwert. Auch die globale Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid ist 2015 bedenklich stark gestiegen. Auf einer Wetterstation auf Hawaii wurde zum ersten Mal ganzjährig die 400-ppm-Marke (parts per million) überschritten. Damit wurde eine symbolische Grenze geknackt. Auch die Konzentration von Methan und Lachgas erreichten laut der US-Wetterbehörde NOAA neue Höhepunkte. Zudem stiegen der Meeresspiegel sowie die Oberflächentemperatur der Ozeane weiter an. Überdurchschnittlich viele tropische Wirbelstürme fegten über den indischen Ozean und südlichen Pazifik hinweg: Über einhundert Zyklone zählte die US-Wetterhörde.

Weitere Rekorde für 2016 erwartet

Verantwortlich für die große Zahl an Spitzenwerten ist die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung. Doch auch Wetterphänomene wie El Niño, durch das sich riesige Strömungen im Pazifik umkehren, wirken sich auf das Klima aus: Der El Niño des vergangenen Jahres hat uns daran erinnert, wie kurzzeitige Ereignisse den Einfluss von langfristigen Erwärmungstrends verstärken können, so NOAA-Chef Thomas Karl. Das Wetterphänomen beeinflusst auch noch 2016 die Temperaturen. Es deuten sich bereits weitere Rekordzahlen für das laufende Jahr an.