Wärmedämmen lohnt sich doch

KfW und deutsche Energie-Agentur haben Berichte zurückgewiesen, nach denen die energetische Sanierung mehr koste, als spare. Die Berichterstattung der Zeitung "Die Welt" führe in die Irre.

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) wies aufgrund der aktuellen Berichterstattung darauf hin, dass sich die energetische Sanierung von Gebäuden wirtschaftlich rechnet. Auch die KfW-Bank stellte explizit fest: Die energetische Sanierung ist wirtschaftlich.

Beunruhigende, irreführende Zahlenvergleiche

Ein Artikel in der Tageszeitung Die Welt vom 30. März hatte die Wirtschaftlichkeit der energetischen Gebäudesanierung generell infrage gestellt. Der Artikel bezog sich auf eine im Auftrag der KfW Bankengruppe erstellte Studie der Prognos AG, die Effekte der KfW-Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren untersucht.

Der Artikel stellte fest: Die Kosten der energetischen Sanierung übersteigen laut einer Studie die Einsparungen deutlich. Dabei wurde jedoch nicht zwischen Kosten, die ohnehin für die Sanierung anfallen und den Mehrkosten für energiesparende Maßnahmen. Der Vorsitzende der dena-Geschäftsführung kommentierte: Gebäudeeigentümer sollen sich nicht durch irreführende Zahlenvergleiche beunruhigen lassen.

Sanierung amortisiert sich in weniger als 20 Jahren

Um die Energiewende zu schaffen, unterstützt die KfW in der Studie bis zum Jahr 2050 Gebäudesanierungen in Höhe von 507 Mrd. EUR. Die Ersparnis dieser Sanierungen (361 Mrd. EUR) finanziere die geschätzten, effizienzbedingten Mehrausgaben (237 Mrd. EUR). Sie decke darüber hinaus zu einem wesentlichen Teil die allgemeinen Renovierungskosten (Ohnehin-Kosten), die unabhängig von der Energieeffizienz einer Sanierung anfallen.

Die Bank erklärte: Mit Fördermitteln der KfW amortisiert sich eine Sanierung in der Regel deutlich früher als ohne, meist in weniger als 20 Jahren. Steigende Energiepreise werden die Attraktivität in Zukunft noch erhöhen.