Umweltbewusstsein der Deutschen steigt

Am Freitag veröffentlichte das Bundesumweltministerium eine neue Studie. Dabei zeigt sich: Umweltschutz steht für die Deutschen auf Platz 2 der wichtigsten politischen Aufgaben.

Bundesumweltminister Peter Altmaier hat am vergangenen Freitag die Ergebnisse der Studie Umweltbewusstsein in Deutschland 2012 vorgestellt. Im Sinne der Umfrage wurden repräsentativ 2.000 deutsche Bürger rund um das Thema Umweltschutz befragt. Dabei zeigte sich, dass das Umweltbewusstsein der Deutschen sichtlich gestiegen ist, was sich allerding nicht immer in ihren Taten niederschlägt.

Zwei Drittel fordern mehr Anstrengung der Politik

Für 35 Prozent der Befragten ist Umweltschutz eines der wichtigsten politischen Probleme der Gegenwart – das bedeutet einen Anstieg um 20 Prozent in den letzten zwei Jahren. Damit liegt der Umweltschutz auf Platz 2 der bedeutendsten politischen Themen. Als wesentlicher erachteten die Befragten nur die Wirtschafts- und Finanzpolitik mit 36 Prozent. Zusätzlich forderten zwei Drittel der befragten Deutschen von der Regierung mehr Anstrengung beim Umwelt- und Klimaschutz.

Barrieren im Alltag

Allerdings stößt dieses recht hohe Umweltbewusstsein der Bevölkerung beim konkreten Verhalten häufig auf alltägliche Barrieren. Immerhin 20 Prozent gaben an, Ökostrom zu beziehen – zwei Jahre zuvor waren es nur 8 Prozent.

Die Bereitschaft, energieeffieziente Geräte zu kaufen, sank 2012 allerdings von 65 Prozent auf 52 Prozent. Ebenfalls zurückgegangen ist die Bereitschaft, durch Abschalten nicht benötigter Geräte im Haushalt Energie zu sparen: Statt 83 Prozent achten darauf nur noch 74 Prozent der Bürger