Sonnige Zeiten für Solarstrom

Die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (Irena) prophezeit Sonnenstrom eine goldene Zukunft.

Schon 2030 könnten weltweit 13 Prozent des Stroms aus Fotovoltaikanlagen stammen, so die Studie „Letting in the Light: How Solar Photovoltaics Will Revolutionize the Electricity System“ der Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (Irena) mit Sitz in Abu Dhabi. Die Fotovoltaik-Erzeugungskapazität könnte bis 2030 von derzeit 227 Gigawatt auf 1760 bis 2500 Gigawatt ansteigen, so die Irena. Das wäre eine massive Steigerung, da Solarstrom momentan nur auf einen Wert von 2 Prozent kommt. Dieser Kostenrückgang in Verbindung mit anderen weltweit begünstigenden Faktoren könne zu einer rasanten Expansion der Solarenergie führen. Grund für den rasanten Ausbau seien die fallenden Kosten der Technologie, so die Irena. Die Energiewende sei weltweit in die Wege geleitet und Solarenergie nehme eine zentrale Rolle ein.

Die Kosten sinken

Wie sich die Preise für erneuerbare Energien entwickeln werden, hat die Irena ebenfalls prognostiziert. Für den Preisverfall verantwortlich seien eine Ausweitung der Produktion, effizientere Versorgungsketten und weitere technische Verbesserungen, konstatiert die Irena. Dabei kam die Analyse der Agentur zum Schluss, dass die Kosten für Solarstrom aus Fotovoltaik in den nächsten zehn Jahren um weitere 59 Prozent sinken könnten. Bei der Solarthermie könnten die Preise um 37 Prozent günstiger werden. Bislang habe die Fotovoltaik bereits dafür gesorgt, dass die CO2-Emissionen um bis zu 300 Millionen Tonnen pro Jahr gesunken seien. Das könnten bis 2030 sogar 3 Gigatonnen im Jahr sein.

Gute Aussichten auch für Windenergie

Auch die Preise für Windstrom werden laut einer weiteren Irena-Unternsuchung noch erheblich sinken. Dafür müssten ebenfalls die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Für Onshore-Wind gibt der Irena-Bericht eine mögliche Kostenreduktion von 26 Prozent an, bei der Windenergie, die auf dem Meer erzeugt wird, sind es sogar 35 Prozent. Die Kosten für die Windenergie würden mit jeder Verdopplung der Kapazität immerhin noch um 19 Prozent fallen, so die Energieagentur.