Regierung soll Energiefresser abwracken

Umweltschützer und Verbände fordern von der Bundesregierung die Einführung einer Abwrackprämie für alte Elektrogeräte. Sie soll die Energiewende vorantreiben.

Bis 2020 will die Bundesregierung den Stromverbrauch hierzulande um zehn Prozent senken. Im Jahr 2050 sollen Deutschlands Bürger nur noch 20 Prozent ihres heutigen Strombedarfs verbrauchen. Umweltschützer und Verbände bezweifeln, dass es der Regierung gelingt, die Ziele mit Hilfe der laufenden Maßnahmen zu erreichen.

In einem Maßnahmenkatalog fordern Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) die Bundesregierung auf, die Energiewende entschlossener umzusetzen. Das Dokument sieht unter anderem die Einführung einer Abwrackprämie für veraltetete Elektrogeräte vor.

Abwrackprämie für Energiefresser

Alte Elektrogeräte verbrauchen teilweise doppelt so viel Energie wie ihre moderneren Nachfolger. Vor allem bei Kühlgeräten sind die Einsparmöglichkeiten enorm. Dennoch fehlt vielen Verbrauchern der Anreiz, alte Stromfresser durch neue Energiesparer zu ersetzen.

Eine Abwrackprämie für die alten Geräte könnte die Bürger zum Austausch motivieren, glauben Umweltschutzverbände. Für diese und ähnliche Maßnahmen fordern sie von der Regierung eine haushaltsunabhängige Finanzierung, auf die sich die Bürger verlassen können.

Energiewende kaputt reden

Im Rahmen des vorgeschlagenen Maßnahmenkatalogs nahmen Umweltschützer und Verbände auch die Politiker ins Visier. Anstatt zu handeln, redeten sie die Energiewende kaputt, so der Vorwurf.

„Die Bundesregierung darf das Vertrauen der Menschen und der Investoren zur Energiewende nicht weiter untergraben. Deshalb muss mit der unsachlichen Kritik am Ausbau der erneuerbaren Energien jetzt Schluss sein,“ forderte Dietmar Schütz, Präsident des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE).