Origami liefert Energie

Amerikanische Wissenschaftler haben eine Papierbatterie entwickelt, die mithilfe von Speichel elektrischen Strom erzeugt.

Professor Seokheum Choi der amerikanischen Binghamton University forscht mit seinem Team bereits seit fünf Jahren im Bereich der Batterietechnik. Jetzt gelang ihnen der Durchbruch: Die Wissenschaftler haben eine Papier-Batterie entwickelt, deren mikrobielle Brennstoffzelle mithilfe von Spucke elektrischen Strom erzeugt.

Stromfluss wird von Bakterien erzeugt

Auf den ersten Blick sieht die Batterie wie ein Origami-Kunstwerk aus. Sie liefert jedoch genug Strom, um eine LED-Lampe für zwanzig Minuten zum Leuchten zu bringen. Die Technik basiert auf mikrobiellen Brennstoffzellen, die Bakterien nutzen, um elektrische Energie zu erzeugen. Werden diese sogenannten exoelektrogenen Bakterien mit Speichel aktiviert, transportieren sie Elektronen zur Elektrode und sorgen so für den Stromfluss. Der Vorgang dauert ein paar Minuten.

Kostengünstig und ohne Schadstoffe – die neue Bio-Batterie

Die Batterie besteht tatsächlich nur aus Papier, Kohlenstoff, Wachs und gefriergetrockneten Bakterien. Anstelle des Speichels können auch andere Flüssigkeiten wie Schmutzwasser verwendet werden, um die Mikroorganismen zu aktivieren. Da die Bio-Batterie keinerlei chemische Schadstoffe enthält, geht von ihr auch kein ökologischer Schaden aus. Die Herstellung kostet nur wenige Cent.