Obama will beim Klimaschutz mitziehen

Nach dem Willen von US-Präsident Obama wirken die USA künftig verstärkt beim Klimaschutz mit. Den CO2-Ausstoß will er senken, erneuerbare Energien fördern – und er hat freie Hand.

In den letzten Jahren wirkten die USA in Sachen Klimaschutz eher als Bremser. Nun will Präsident Barack Obama die Kehrtwende einleiten: Die Vereinigten Staaten sollen künftig zum Motor des internationalen Klimaschutzes werden.

Lösung für die globale Herausforderung

Wie auf anderen Feldern der Weltpolitik wollen die USA nun auch in Sachen Klima eine Führungsrolle übernehmen. Amerika muss dabei helfen, eine echte globale Lösung für diese globale Herausforderung zu schmieden, forderte Obama in seiner vielbeachteten Rede an der Georgetown Universität in Washington D.C.

Als Hauptmittel, den eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, sieht der Präsident die Minderung des CO2-Ausstoßes aller US-Kraftwerke an. Die meisten Kraftwerke nutzen Kohle zur Energiegewinnung. Langfristig will Obama grüne Technologien wie Wind- und Solarenergie stärker fördern.

Auf die größten Umweltsünder zugehen

Zudem hat Obama ins Spiel gebracht, auf die größten Umweltsünder, allen voran China, zuzugehen und bilaterale Verhandlungen einzuleiten. Wie und wann diese Gespräche stattfinden sollen, ist jedoch noch unklar. Laut Zahlen der Europäischen Kommission stieß China im Jahr 2011 rund 9,7 Milliarden Tonnen Treibhausgase aus, die USA 5,4 Milliarden Tonnen.

Auf Versprechen sollen Taten folgen

Im Jahr 2009, auf dem Klimagipfel in Kopenhagen, hatte Obama einiges versprochen: Die USA sollten den CO2-Ausstoß bis 2020 um 17 Prozent gegenüber 2005 senken. Nun will er diesem Versprechen Taten folgen lassen. „Als Präsident, Vater und Amerikaner bin ich hier, um zu sagen, dass wir handeln müssen, bevor es zu spät ist.“

Noch dreieinhalb Jahre hat er Zeit, seine Vorhaben umzusetzen, dann ist seine letzte Amtszeit vorbei. Entsprechende Maßnahmen sind sehr langwierig und benötigen intensive Abstimmungen mit den Behörden und der Wirtschaft. Das Gute an der Sache: Die Zustimmung des Kongresses braucht Obama nicht. An dieser Stelle waren schon viele Projekte Obamas am Widerstadn der Opposition gescheitert.