Neue Anreize für energetische Sanierung

Der Bund will Hauseigentümer bei der energetischen Sanierung künftig mit bis zu 5.000 Euro pro Projekt unterstützen. Doch auch für Mieter gibt es Neuerungen.

In einer Vorlage für die Kabinettsitzung am letzten Mittwoch hieß es, dass künftig bis zu 10 Prozent der Kosten einer energetischen Sanierung – wie neue Fenster, Wärmedämmung oder energiesparende Heizungen – vom Bund übernommen werden sollen. Die Obergrenze beträgt 5.000 Euro. Nur bei umfassenden Sanierungen an Energie-Effizienzhäusern ist ein Zuschuss von maximal 18.750 Euro möglich. Dieses Angebot richtet sich allerdings nur an Eigentümer von selbstbewohnten Häusern.

Das Förderprogramm der KfW-Bank soll jährlich 300 Millionen Euro umfassen und acht Jahre laufen. Nach Plänen des Bundes soll das Programm im Januar starten. Vorhergehende Pläne, energetische Sanierungen mit 1,5 Milliarden Euro zu fördern, war am Donnerstag am Widerstand der Länder gescheitert.

Neue Regelungen für Mieter

Auch für Mieter gibt es im Bezug auf energetische Gebäudesanierungen Neuerungen: Der Bundestag beschloss am Donnerstag eine Reform des Mietrechts, die für Vermieter die Anreize einer energetischen Sanierung stärken soll. Mieter können künftig bei Baulärm und Schmutz wegen einer energetischen Sanierung ihres Wohnhauses in den ersten drei Monaten keine Mietminderung mehr fordern. Sie können also erst drei Monate nach Beginn der Sanierung eine Minderung geltend machen.

Laut Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger modernisiere die Reform das Mietrecht. Die Mietrechtsreform verteile die Vorteile und Lasten fair auf Vermieter und Mieter und erleichtere energetische Sanierungen. Der Deutsche Mieterbund dagegen lehnte das Gesetz ab. Es würden Mieterrechte eingeschränkt und abgeschafft“, kritisierte der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten.