Nachhaltiges Einkaufsverhalten

Eine Studie beweist: Verbraucher plädieren für weniger Verpackungsmüll und stehen nachhaltigen Verpackungen offen gegenüber.

Die Studie „Verpackungen im Fokus“ des Unternehmens PwC (PricewaterhouseCoopers, Wirtschaftsprüfung) hat 1.000 deutsche Verbraucher befragt. Daraus resultiert ein repräsentatives Ergebnis: Verbraucher sind sich der ansteigenden Müllberge auf der Erde und der daraus resultierenden Umweltbelastung bewusst. 75 Prozent der befragten Supermarktkunden achten beim Einkauf darauf, Produkte mit möglichst wenig Verpackung zu kaufen.

Nachhaltige Verpackungen

Verbraucher in Deutschland sind offen für nachhaltige Verpackungen, vor allem dann, wenn sie nicht extra kosten. Das gaben neun von zehn Konsumenten an. Immerhin 23 Prozent würden für Produkte mit nachhaltiger Verpackung auch mehr bezahlen. Sehr beliebt sind Mehrwegverpackungen: Neun von zehn Befragten sprachen sich für mehrmals benutzte Verpackungen aus. Knapp zwei Drittel kaufen bereits bevorzugt Mehrwegverpackungen, etwa bei Getränken und Joghurts. Doch vier von zehn Verbrauchern klagen über die mangelhafte Kennzeichnung von Mehrwegverpackungen.

Wer trägt die Verantwortung?

Hendrik Fink, Leiter Sustainability Services bei PwC, zur Kennzeichnung von Einweg- und Mehrwegverpackungen: „Hier sind Hersteller und Händler am Zug, ihre Produkte eindeutig zu kennzeichnen. Für den Käufer muss auf den ersten Blick ersichtlich sein, ob es sich um eine Einweg- oder Mehrwegverpackung handelt“. Auch Verbraucher haben auf die Frage, wer die Verantwortung zur Reduzierung von Verpackungsmüll trage, eine klare Meinung: 45 Prozent nennen Hersteller, 22 Prozent halten den Handel als Verantwortungsträger und 18 Prozent wollen den Gesetzgeber in die Pflicht nehmen.