Mehr Ladesäulen für Elektroautos

Die Bundesregierung baut ein Netz von Schnellladesäulen für Elektroautos an Autobahnen auf – vielleicht unter Beteiligung der Autoindustrie.

Die Energiewende kann nur gelingen, wenn Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen eine viel größere Rolle spielen als es bislang der Fall ist. Der Schlüssel dafür sei der Aufbau einer flächendeckenden Lade- und Tankinfrastruktur, ist Verkehrsminister Alexander Dobrindt überzeugt. Deshalb plant die Bundesregierung im Zuge des Nationalen Strategierahmens (NSR), alle bewirtschafteten Autobahnrastanlagen mit Schnellladesäulen auszustatten.

Machen die Autobauer mit?

Laut Medienberichten gibt es auch Diskussionen unter deutschen Autokonzernen, sich am Ausbau der Ladeinfrastruktur an Autobahnen zu beteiligen. An rund 60 Autobahnraststätten des Betreibers Tank & Rast sind bereits Schnelladesäulen installiert. Im Lauf des nächsten Jahres sollen bis zu 400 mit Ladesäulen ausgestattet sein. Große Energieversorger wie Innogy und EnBW sind an der Errichtung beteiligt.

Schon mehr als 6.500 Ladepunkte

Insgesamt stellt der Bund 300 Millionen Euro für den Aufbau eines flächendeckenden Netzes bereit. Von dem Geld sollen bis 2020 insgesamt 5.000 Schnell- und 10.000 Normalladesäulen gebaut werden. Außerdem unterstützt Berlin die Kommunen mit 140 Millionen Euro dabei, Elektrofahrzeuge zu kaufen und Ladesäulen zu installieren. Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) standen Ende Juni deutschlandweit insgesamt 6.517 Ladepunkte an öffentlich zugänglichen Ladesäulen zur Verfügung.