Lichterketten bleiben gefährlich

Ein verdeckter Test von TÜV-Rheinland ergibt: 38 von 52 Lichterketten erfüllen nicht die Sicherheitsnormen. Es drohen Stromschläge und Verbrennungen.

Es gibt immer noch gefährliche Lichterketten in deutschen Geschäften zu kaufen. Das ergab ein verdeckter Tests von TÜV Rheinland. Von 52 geprüften Lichterketten erfüllten 38 die Mindestanforderungen der europäischen Norm nicht und dürfen daher in der EU auch nicht verkauft werden. Bei jeder fünften Kette besteht akute Stromschlag- oder Verbrennungsgefahr.

Beim Großteil fehlten wichtige Warn- und Sicherheitshinweise, bei sieben Lichterketten bestand akute Stromschlaggefahr, fünf Lichterketten erreichten bei der Erwärmungsprüfung Temperaturen von über 100 Grad Celsius.

Mit LED auf Nummer sicher

Die TÜV-Experten kauften Mitte November in Baumärkten, 1-Euro-Läden oder online 52 Lichterketten zum Preis bis 16 Euro, alles in herkömmlicher Konstruktion – normale Leuchtmittel, die direkt mit 230 V betrieben werden. Im Prüflabor wurden sie auf Sicherheit überprüft, Messlatte waren die Mindestvorgaben nach der EN 60598-2-20.

Alle Testergebnisse sowie Tipps sind unter www.tuv.com/presse zu finden. Der TÜV rät, mit LED auf Nummer sicher zu gehen. Da bestehe die Gefahr des Stromschlags und der Erhitzung nicht, und der Energieverbrauch sei bis zu 90% niedriger als bei normalen Lichterketten.