Läuft Ihre Heizungspumpe?

Jeden Sommer verursachen Heizungspumpen in Deutschlands Haushalten massive und unnötige Kosten. Trotz ausgeschalteter Heizkörper verbrauchen die Pumpen weiter Energie.

Der Sommer sollte eigentlich die Auszeit für Heizungspumpen sein. Doch in vielen Gebäuden laufen sie auch in der heißen Jahreszeit unnötig weiter und produzieren zusätzliche Stromkosten: 100 bis 200 Euro pro Jahr. Wer seine Heizungspumpe nach der Heizperiode abschaltet, spart diese Kosten ein.

Besonders viel Energie spart das Abschalten von alten, überdimensionierten Heizungspumpen. Studien haben ergeben, dass dies hierzulande in jedem zweiten Haushalt der Fall ist. Aber auch bei neueren Anlagen rentiert es sich, den Schalter umzulegen.

Läuft die Pumpe?

„Die einfachste Möglichkeit, um herauszufinden, ob die Heizungspumpe läuft oder nicht, besteht für den Laien darin, sie anzufassen“, empfiehlt Norbert Fleige, Energieberater der Verbraucherzentrale Hamburg. Vibriert die Pumpe, ist sie im Einsatz.

Die Heizkessel können Verbraucher normalerweise einfach auf Sommerbetrieb umstellen. Das sollte auch die Pumpe mit einschließen. Ist das nicht der Fall, gibt es noch eine weitere Möglichkeit, der Kostenfalle zu entgehen. „Wenn die Regelung des Kessels keinen Einfluss auf die Steuerung der Heizungspumpe hat, lässt sie sich auch durch das Ziehen des Stromsteckers abschalten“,so Fleige

Den Heizkessel komplett ausschalten?

Ob es Sinn macht, den Kessel ganz abzuschalten, hängt von der Art der Heizung ab. Wird das warme Wasser über die Zentralheizung erzeugt, ist es sinnvoller den Heizkessel auf Sommerbetrieb zu stellen.

Auf diese Weise steht auch während des Sommers warmes Wasser zur Verfügung. Ein totales Abschalten des Kessels ist dagegen angebracht, wenn das Warmwasser nicht über die Zentralheizung erzeugt wird.