Offshore-Strom schafft Mehrwert

Der Anteil an offshore produziertem Strom wird kontinuierlich zunehmen. Das ist wichtig für die Energiewende und schafft Arbeitsplätze.

Nur drei von 16 Bundesländern verfügen über eine Meeresküste. Damit ist der Anteil von küstennahen Windenergieanlagen an der erneuerbaren Stromerzeugung in Deutschland von vornherein begrenzt. Im vergangenen Jahr lag dieser Anteil bei 6,6 Prozent, in den nächsten Jahren soll er auf bis zu 25 Prozent steigen. Das sind gute Nachrichten für die Energiewende, aber auch für den Arbeitsmarkt.

Alle erneuerbare Energien nutzen

„Nur mit allen erneuerbaren Energien im Verbund können wir die Energiewende schaffen – dazu gehört nach den dynamischen Entwicklungen der letzten Jahre und Monate selbstverständlich auch die Offshore-Windenergie“, erläutert Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, bei der Vorstellung einer neuen Studie.

Offshore-Arbeitsplätze deutschlandweit

Neben sauberem Strom schaffen die Anlagen auch Arbeitsplätze. Von 2012 bis 2015 wuchsen die Beschäftigtenzahlen von 17.800 auf 20.500. Viele davon naturgemäß in Küstennähe. Doch dank komplexer Zulieferketten ergeben sich Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte in ganz Deutschland. „Die Projekte der Offshore-Windenergie sind im Vergleich mit den anderen Sparten sehr groß und erreichen oftmals Größenordnungen von einigen Milliarden Euro. Dennoch entstehen die Arbeitsplätze vor allem in mittelständischen Betrieben“, erläutert Vohrer.