Kohle, Öl und Gas bald teurer als Ökoenergie

Hinsichtlich des Preisverfalls dürften erneuerbare Energien bald billiger werden als fossile Energien.

Ein Bericht der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) kommt zu dem Ergebnis, dass die Kosten für Fotovoltaik seit 2010 um knapp drei Viertel und bei Windenergie an Land um circa ein Viertel zurückgegangen sind. Laut den Autoren ist das der aktuelle Trend, der weiterhin anhalten wird, so dass im Jahr 2020 die erneuerbaren Energien in der Kostenspanne der fossilen Energie stehen.

Aktuelle Energiekosten

2017 produzierten neue Fotovoltaik-Projekte Strom für knapp acht Cent pro Kilowattstunde, neue Wind-Projekte für fast 15 Cent je Kilowattstunde. Bis zum Jahr 2019 sollen Solarstrom- und Windprojekte nur noch für 2,5 Cent pro Kilowattstunde Strom produzieren, so der Bericht. Für Strom aus fossilen Quellen steht eine Kostenspanne von vier bis 14 Cent gegenüber.

Neue Erneuerbare-Energien-Richtlinie

Den Kostenverfall sehen viele Energie- und Umweltverbände aber auch Europapolitiker als Möglichkeit zum Ausbau der erneuerbaren Energieträger. So reagiert auch das EU-Parlament und hebt die Ausbauziele für erneuerbare Energien an. Mit einer großen Mehrheit in Straßburg wird nun der Anteil an erneuerbarer Energie am Energie-Mix bis 2030 von 27 auf 35 Prozent erhöht.