Klimagasemissionen 2016 erneut angestiegen

2016 wurden in Deutschland 909,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen – das sind 2,6 Millionen Tonnen mehr als 2015.

Um 2,6 Millionen Tonnen sind die Emissionswerte im Vergleich zu 2015 gestiegen und das zum zweiten Mal in Folge. Die Emissionen des Verkehrs sind auf 166,8 Millionen Tonnen angestiegen und liegen somit wieder oberhalb der Emissionswerte von 1990. Der Straßenverkehr hat mit 96 Prozent den größten Anteil daran. Diese Berechnungen legt das Umweltbundesamt (UBA) der EU vor.

Weitere Ergebnisse

Die Energiewirtschaft verschreibt die größten CO2-Minderungen (4,6 Millionen Tonnen) und dennoch macht der Energiesektor mit 332,1 Millionen Tonnen im Jahr den Großteil der Emissionen (36,5 Prozent) aus. Um 3,6 Millionen Tonnen erhöhten sich auch die Emissionen aus der Wärmeversorgung von Gebäuden. Dies ist aber bedingt durch die kalte Witterung bei der mehr Energie für das Heizen verwendet wird. In der Landwirtschaft sind die Emissionen gegenüber 2015 leicht gesunken und liegen bei 65,2 Millionen Tonnen. Durch die Zunahme der Metallindustrie sind im Industriesektor die Emissionswerte um 1,4 Prozent angestiegen.

Emissionen nach Treibhausgasen

Zu den wichtigsten Treibhausgasen zählen neben Kohlendioxid (CO2) auch Methan (CH4) und Lachgas (N2O). 2016 dominierte mit 88,2 Prozent Kohlendioxid die Treibhausgase, der Rest verteilt sich auf Methan mit 6 Prozent und Lachgas mit 4,2 Prozent. Vergleicht man die Zahlen mit denen von 1990, so ist Kohlendioxid um 23,9 Prozent, Methan um 54,4 Prozent und Lachgas um 41,1 Prozent gesunken.