Ist Bier in Zukunft ein Luxusgut?

Klimawandel führt unter anderem zu Dürre und Hitzeperioden. Diese gefährden die Gerstenproduktion. Forscher warnen: Bier wird knapp und teuer.

Der Klimawandel bringt negative Folgen mit sich. Für Bierfans kann es kaum schlimmer werden: Forschern zufolge führen extreme Wetterbedingungen, wie Dürre und Hitzeperioden, zu Einbußen bei der Gerstenernte. Neben Wasser, Hopfen und Hefe ist Gerste die wichtigste Zutat für das beliebte alkoholische Getränk.

Gerste ist sensibel

Wissenschaftler haben im Fachblatt „Nature Plants“ in einer Studie das Worst-Case-Szenario beschrieben: Basierend auf Wetterdaten aus den Jahren 1981 bis 2010 haben die Forscher hochgerechnet, wie viele Hitze- und Dürreperioden in den kommenden Jahrzehnten zu erwarten sind. Gerste reagiert auf diese Wetterveränderungen sensibel. Die Folge: Einbußen bei der Produktion. Die Verknappung dieses Rohstoffs wirkt sich im nächsten Schritt negativ auf die Herstellung von weiteren Produkten, zum Beispiel Tierfutter und Bier, aus.

Worst Case: Bierpreise würden um mindestens 100 Prozent steigen

Die Forscher haben im Worst-Case-Szenario ermittelt, wie sich der Klimawandel auf die Getreideernte und auf den Bierpreis auswirken könnte. Dabei würde die weltweite Gerstenproduktion im Schnitt um 15 Prozent fallen. Die Ergebnisse sind aber regional sehr unterschiedlich: In schlechten Jahren könnte die weltweite Ernte von Gerste daher sogar bis zu 38 Prozent geringer ausfallen als bislang. Dieser Fall würde den Bierpreis mindestens verdoppeln. Bierbrauer träfe das besonders, denn der größte Teil der Gerstenproduktion wird vorrangig für andere Produkte, wie beispielsweise Tiernahrung, verwendet.