Internetnutzer belasten die Umwelt

Das Surfen im Internet hat ökologische Konsequenzen. Ein Tool verschafft Nutzern nun einen Einblick in ihr Tun.

Das Surfen im Internet vergrößert den ökologischen Fußabdruck. Forschungsergebnisse von Carbon Analytics ergaben, dass der durchschnittliche Internetnutzer einen CO2-Ausstoß von 130 Kilogramm pro Jahr verursacht. Das entspricht der gleichen Menge CO2, die bei einer Autofahrt über 740 Kilometer ausgestoßen wird. Zum Vergleich: Es müssten vier Bäume pro Person gepflanzt werden, um diese CO2-Bilanz auszugleichen. Die Belastung entsteht durch die Energie, die aufgewendet werden muss, um beispielsweise die Daten einer Website zu laden.

Durchblick durch Aufklärung

Johnnie Walker, der Hersteller des meistgekauften Scotch-Whiskeys der Welt, hat gemeinsam mit dem Earth Day Network ein neues Plug-in für Googles Browser Chrome auf den Markt gebracht, das Menschen über ihren Energieverbrauch aufklären soll. Das Tool errechnet die digitale CO2-Bilanz und soll die Menschen dadurch anregen, ihre tägliche Energieeffizienz zu hinterfragen.

Greifbar dank Vergleich

Verbraucher können sich ihren CO2-Verbrauch als Äquivalent zu ihren alltäglichen Aktivitäten zum Beispiel in der Küche anzeigen lassen. Verglichen wird ihr Klimagas-Ausstoß mit den Zahlen, die etwa die Benutzung einer Mikrowelle verursacht. Außerdem lassen sich de persönlichen Emissionen mit denen vergleichen, die Fahrt mit dem Auto oder einem Flug in den Urlaub entstehen. Diese Vorgehensweise soll die Zahlen für die Nutzer greifbar machen.