Impulse für die Wirtschaft

Die von der Regierung beschlossenen Klimaschutzmaßnahmen kurbeln die Wirtschaft an und schaffen neue Jobs, zeigt eine Studie von PricewaterhouseCoopers.

Klimaschutz ist gut gemeint, schadet aber der Wirtschaft, lautet ein gängiges Vorurteil. Das dem nicht so ist, zeigt eine Studie von PricewaterhouseCoopers. Die Beratungsgesellschaft hat das Aktionsprogramm des Bundesregierung Klimaschutz 2020 unter wirtschaftlichen Aspekten ausgewertet. Das zentrale Ergebnis: Der volkswirtschaftliche Nutzen übersteigt die Kosten der Maßnahmen deutlich. Bewertet wurden 79 der insgesamt 107 Einzelmaßnahmen, unter anderem im Bereich Energieeffizienz für Gebäude, Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Energieaudits. Dabei wurden die Be- und Entlastungen über die gesamte Lebensdauer der Maßnahmen sowie makroökonomische Effekte wie auch Verteilungswirkungen betrachtet, dazu die möglichen CO2-Minderungen.

BIP-Wachstum und 430.000 Arbeitsplätze

Die beschlossenen Maßnahmen erbringen insgesamt ein zusätzliches Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von etwa einem Prozent. Für das Jahr 2020 kann mit knapp 430.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen gerechnet werden.

Fast alle Marktakteure profitieren direkt von der Umsetzung des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020. So ergibt sich für die Industrie eine Entlastung von über 20 Milliarden Euro, für die Sektoren Gewerbe/Handel/Dienstleistungen sind es 16 Milliarden. Auch der Staat profitiert mit 26 Milliarden Euro direkter Entlastung. Für die privaten Haushalte ermittelte die Studie eine Netto-Entlastung von 25 Milliarden Euro. Allerdings tragen die Haushalte über Netzentgelte und KWK-Umlage auch zur Finanzierung der Energiewende bei.

Finanzielle Herausforderung für den Energiesektor

Der einzige Bereich, der eine Netto-Belastung schultern muss, ist der Energiesektor. Die Belastung beträgt knapp 10 Milliarden Euro. Der Grund: Dieser Sektor profitiert weniger von Energieeinsparungen und muss verstärkt auf teurere Primärenergieträger wie Gas setzen.