Hürde für Batteriezellenproduktion überwunden

Deutschland sichert sich einen langfristigen Zugang zu großem bolivianischen Lithium-Vorkommen. Lithium ist für die Batteriezellenproduktion unverzichtbar.

Der Aufbau einer europäischen Batteriezellenproduktion wird aktuell von der EU gefördert, um die Abhängigkeit europäischer Automobilhersteller von Asien abzumildern. Der großangelegten Produktion von Batteriezellen ist Europa nun einen Schritt näher gekommen: Durch einen Kooperationsvertrag mit Bolivien sichert sich Deutschland den Zugriff auf Lithium, das eine Kernkomponente für die Herstellung von Lithium-Ionen-Akkus ist.

Jährlich bis zu 50.000 Tonnen Lithiumhydroxid fördern

Das baden-württembergische Konsortium ACI Systems Alemania (Acisa) und der staatliche bolivianische Bergbaukonzern Yacimiento de Litio Bilivianos (YLB) haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Darin geht es um die gemeinsame Förderung von Lithium aus dem bolivianischen Salzsee Salar de Uyuni. Der Vertrag läuft über 70 Jahre und vereinbart die jährliche Förderung von circa 40.000 bis 50.000 Tonnen Lithiumhydroxid.

Salar de Uyuni

Der Salar de Uyuni in Bolivien ist mit 10.000 Quadratkilometern nicht nur der größte Salzsee der Erde, sondern weist auch mit rund 5,4 Millionen Tonnen das größte Lithiumvorkommen der Welt auf. Neben dem begehrten Lithium enthält die Sole auch Kalium und Magnesium. In künstlich angelegten Seen verdunstet Wasser durch Sonneneinstrahlung. Es bleibt eine Flüssigkeit mit einem Lithium-Anteil von fünf Prozent zurück. Im Anschluss wird das Lithium noch aufwendig von Magnesium getrennt.