Handwerkerkosten absetzen: so geht's

Aufgepasst bei der Steuererklärung: Verbraucher können Arbeitskosten für Handwerker von der Steuer absetzen. Bei einigen Modernisierungen profitieren Verbraucher gleich doppelt.

Abeitskosten für Handwerker können Verbraucher als haushaltsnahe Dienstleistung abrechnen und von der Steuer absetzen. Das Finanzamt erstattet 20 Prozent der Lohnkosten einschließlich der Mehrwertsteuer zurück. Darauf weist die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne „Meine Heizung kann mehr“ hin.

Maximal können Verbraucher pro Jahr und Haushalt Lohnkosten in Höhe von 6.000 Euro steuerlich geltend machen. Das entspricht einer Steuerersparnis von 1.200 Euro. Besonders bezahlt macht sich die Regelung bei Dienstleistungen wie dem hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage. Dabei werden Heizungsanlagen so eingestellt, dass sie die Wärme effizienter im Haus verteilen und weniger Energie verbrauchen.

Hydraulischer Abgleich zahlt sich doppelt aus

Der hydraulische Abgleich kostet für ein Einfamilienhaus – je nach Zustand der Heizanlage – im Schnitt zwischen 600 und 1.000 Euro. Etwa die Hälfte davon sind Lohnkosten, die in der Ssteuererklärung geltend gemacht werden können. Das entspricht einer Steuerersparnis von 60 bis 100 Euro.

Detaillierte Rechnung einfordern

Um die Kosten beim Finanzamt geltend machen zu können, braucht der Hauseigentümer eine detaillierte Rechnung vom Handwerker. Darauf müssen die Lohnkosten extra ausgewiesen sein. Zusätzlich muss der Auftraggeber nachweisen, dass er den Handwerker per Überweisung bezahlt hat. Barzahlungen werden vom Finanzamt nicht anerkannt.

Für Hauseigentümer macht sich ein hydraulischer Abgleich doppelt bezahlt: Zusätzlich zur Steuerersparnis winken jährliche Einsparungen bei den Heizkosten von durchschnittlich 110 Euro.