Handwerker: Was Verbraucher wissen sollten

Was Handwerkerleistungen kosten dürfen, ist für den Laien oft schwer einzuschätzen. Fünf praktische Tipps helfen Verbrauchern bei der Beurteilung von Angeboten.

Die gemeinnützige co2online GmbH hat die Tippsammlung erstellt, um Verbauchern bei der Handwerkersuche zu unterstützen. Zusätzlich rät Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online: Wer sich und seinem Handwerker spätere Unstimmigkeiten ersparen will, sollte Zeit in das Angebot investieren. Das zahlt sich für beide Seiten aus.

1. Grobe Mängelprüfung durchführen

Prüfen Sie das Angebot auf Logik und Vollständigkeit. Ein Beispiel: Wenn das Haus über zehn Heizkörper verfügt, laut Angebot aber zwölf Thermostatventile ausgetauscht werden sollen, sollten Sie stutzig werden.

2. Korrekte Angabe der Materialkosten prüfen

Die präzise Aufschlüsselung des benötigten Materials und der Kosten zeigt, dass der Handwerker eine sehr genaue Vorstellung der durchzuführenden Maßnahme hat.

3. Genaue Angabe der Fahrkosten prüfen

Eine übliche Fahrtkostenpauschale für kürzere Anfahrten (bis etwa zehn Kilometer) liegt zwischen zehn und 20 Euro. Bei kleineren Arbeiten ist es auch zulässig, die Fahrtzeit als Arbeitszeit zu berechnen. Bei größeren Aufträgen muss dies jedoch im Angebot extra ausgewiesen werden.

4. Stundensätze sollten einzeln aufgeführt sein

Der Betrieb rechnet mit unterschiedlichen Stundensätzen für Meister-, Gesellen- oder Azubistunden. Wenn die Sätze inklusive veranschlagtem Zeitaufwand nicht auf dem Angebot aufgeführt sind, kommt es bei der Rechnung häufig zu Unstimmigkeiten.

5. Keine Angst vor langen Angeboten

Für umfangreichere Maßnahmen umfasst ein Angebot schnell zehn Seiten und mehr. Je konkreter desto besser: Sind alle Posten separat aufgeführt, erklärt und mit Preisen versehen, lassen sich einzelne Arbeitsschritte besser nachvollziehen.