EU: Anteil Erneuerbarer seit 2004 verdoppelt

Elf Länder haben ihre Ziele für 2020 schon erreicht. Deutschland gehört nicht dazu.

Europäische Anstrengungen zur Förderung Erneuerbarer Energiequellen zeigen Wirkung. Der Anteil der regenerativen Energie in der EU ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Aktuelle Daten des statistischen Amts der EU (Eurostat) belegen: Die EU hat ihren Energieverbrauch im Jahr 2015 zu 16,7 Prozent aus Erneuerbaren gedeckt. Damit hat sich der Anteil seit 2004 fast verdoppelt. Damals waren es gerade einmal acht Prozent.

Bis zum Jahr 2020 sollen insgesamt 20 Prozent des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen gespeist werden. Um das zu schaffen, mussten die einzelnen EU-Länder einen Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energie vorlegen und sich verpflichten, bis 2020 verbindliche nationale Gesamtziele zu erreichen.

Das Länder-Ranking

Unter den 28 EU-Mitgliedsstaaten ist ein Land im Norden Vorreiter: Schweden deckt mit 54 Prozent den größten Teil seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien und liegt damit 5 Prozent über seinem 2020-Ziel. Acht weitere Länder, nämlich Bulgarien, Tschechien, Estland, Kroatien, Italien, Litauen und Finnland, hatten ihre 2020-Ziele schon 2014 erreicht. 2015 haben auch Dänemark, Ungarn und Rumänien aufgeholt. Deutschland war mit 14,6 Prozent noch weit von seinem nationalen Ziel entfernt. 2020 soll der deutsche Energiemix zu 18 Prozent aus Erneuerbaren Energien bestehen. Auch Frankreich, Irland und die Niederlande müssen nis 2020 noch viel in Erneuerbare investieren.

Woher kommen die Erneuerbaren?

44 Prozent der Erneuerbaren werden aus Holz und andere festen Brennstoffen gewonnen, gefolgt von der Wasserkraft mit 14 Prozent und der Windenergie mit 13 Prozent. Biogas macht 8 Prozent aus, Solarenergie 7 Prozent. Am wenigsten Anteil an der regenerativen Energie haben Biokraftstoffe mit 6 Prozent, Müllverbrennung mit 5 Prozent und Geothermie mit 3 Prozent.

Quelle: Eurostat