Das Auto einfach mal stehenlassen

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks stärkt in vier deutschen Großstädten den Fuß- und Radverkehr.

Lärmbelästigung, Stau, Feinstaub und ein zu hoher C02-Austoß – den ausufernden Straßenverkehr zu zähmen, ist einer der dringlichsten Aufgaben, wenn aus der modernen Großstadt ein attraktiver und nachhaltiger Lebensraum werden soll. Ein Ansatz: Barbara Hendricks (SPD) fördert bis 2019 in vier deutschen Großstädten Modellquartiere für aktive Mobilität. Projekte sind in Aachen, Kiel, Köln und Leipzig geplant. Insgesamt stehen dafür rund eine Million Euro zur Verfügung. Wohnviertel sollen so langfristig lebenswerter und verkehrssicherer werden.

Mehr Raum

Die Umwelt- und Bauministerin sagt dazu: „Jede zweite Autofahrt ist heute kürzer als fünf Kilometer – für viele Wege sind das Fahrrad oder die eigenen Füße deshalb eine echte Alternative. Entscheidend für den Umstieg ist, dass das Umfeld stimmt: Sichere Fahrradstreifen und Parkplätze fürs Rad gehören ebenso dazu wie Fußwege und Plätze, die man gern benutzt, sichere Straßenquerungen für Fußgänger und Platz für Kinder.“ Geplant sind so genannte Premiumrouten für den Fuß-und Radverkehr, kinderfreundliche Straßen und Flächen für Spiel und Begegnung.

Aktive Mobilität

Die Förderung erfolgt im Rahmen des neuen Forschungsfeldes „Aktive Mobilität in städtischen Quartieren“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Der Ansatz, Straßenräume zu Gunsten so genannter aktiver Mobilitätsformen – also des Fuß- und Radverkehrs – neu aufzuteilen, soll so getestet werden.

Weiter Informationen zu anderen Projekten finden Sie im Rahmen der Kampagne Mobilwandel.