„Christian“ bläst Windkraft zum Rekord

Orkan „Christian“ wehte im Oktober so heftig, dass mehr Windenergie denn je ins deutsche Stromnetz floss – ein Allzeit-Hoch. Auch sonst entwickelt sich der Trend bei Wind und Solar positiv.

Wenn wie Ende Oktober ein Orkantief über das Land fegt, bedeutet das gemeinhin nichts Gutes. Der Stadt Hamburg etwa verursachte „Christian“ Sachschäden in Millionenhöhe sowie an die 500 umgestürzte und beschädigte Bäume. Die deutsche Windenergie-Branche jedoch dürfte sich ein wenig gefreut haben, ihr bescherte der Orkan einen neuen Allzeit-Rekord in Sachen Windenergie: 24.700 Megawatt (MW) Strom flossen allein in einer Stunde – von 11 bis 12 Uhr am 28. Oktober 2013 – in die deutschen Netze. Bis dahin hatte der Rekord bei 24.000 MW gelegen, erzielt im Januar 2012.

Zusammen mit der Sonnenenergie stieg die Gesamtleistung sogar auf 32.200 MW, mit 7.500 MW war zu besagter Stunde auch die Solarausbeute beachtlich.

Wind legt fast um die Hälfte zu

Im gesamten Monat verzeichnete die Produktion von Windenergie einen Zuwachs von 47 Prozent im Vergleich zu Vorjahresmonat. Im Oktober 2013 kam die Windkraft auf 5,48 Milliarden Kilowattstunden (kWh), im Oktober 2012 waren es 3,74 Milliarden kWh. Dies berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR).

Auch die Photovoltaik legte zu, wenn auch nicht so rasant: Nach 1,81 Milliarden kWh in 2012 erzielte sie im Oktober dieses Jahres 1,90 Milliarden kWh. Diese Entwicklung folgt einem allgemeinen, leicht positiven Trend des regenerativen Stroms: Nach IWR-Angaben erzielten Erneuerbare-Energien-Anlagen in den ersten zehn Monaten dieses Jahres rund ein Prozent mehr Strom als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.