Beschränkung für klimaschädliches Kältemittel

HFKW steckt in Kälte- und Klimaanlagen und ist sehr viel klimaschädlicher als CO2. Jetzt will die Staatengemeinschaft den Einsatz reduzieren.

Ein Problem gelöst, ein neues geschaffen: Seit die Staatengemeinschaft 1987 im Rahmen des Montrealer Protokolls das Kältemittel FCKW wegen seiner ozonschichtschädigenden Wirkung verboten hat, beinhalten viele Kühlgeräte und Klimaanlagen das Kältemittel HFKW. Das ist gut für das Ozonloch, das sich seitdem wieder erholt, aber kein Fortschritt fürs Klima. Denn HFKW trägt noch stärker als CO2 zum Treibhauseffekt bei.

Klimafreundliche Alternativen gesucht

Deshalb haben die Vertragsstaaten des Montrealer Protokolls (mittlerweile alle 197 Staaten der Vereinten Nationen) nun HFKW mit in das Protokoll aufgenommen. Wie das Umweltbundesamt (UBA) berichtet, verpflichtet der Beschluss Industrie- und Entwicklungsländer in unterschiedlichem Maße, die Produktion und die Verwendung der HFKW einzuschränken. Industrieländer müssen die HFKW-Menge bereits ab dem Jahr 2019 reduzieren, Entwicklungsländer folgen zu späteren Stichtagen. Zudem haben sich die Industrieländer verpflichtet, die Entwicklungsländer finanziell mit Mitteln aus dem Fonds des Montrealer Protokolls zu unterstützen.

Erderwärmung begrenzen

HFKW wird vor allem deswegen zum Problem, weil die Nachfrage nach Kühl- und Klimaanlagen rasant gestiegen ist und das Klimagas damit in zu großen Mengen in die Atmosphäre gelangt. Durch die schrittweise Reduktion hoffen Wissenschaftler, dass die Erderwärmung bis zum Jahr 2100 um bis zu 0,5 Grad Celsius geringer ausfallen wird.