Berlin soll klimaneutral werden

Der Berliner Senat hat ein Energie- und Klimaschutzprogramm für die Hauptstadt beschlossen.

Es ist ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2050 will die Hauptstadt klimaneutral und damit Vorreiter für eine energetisch hocheffiziente und klimafreundliche Metropole sein. „Die Städte sind weltweit für mehr als 70 Prozent der Emissionen von Treibhausgasen verantwortlich. Berlin soll Modellstadt für erfolgreichen urbanen Klimaschutz werden und über die Stadtgrenzen hinaus Impulse setzen“, wirbt Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, für ihre Pläne.

Um das zu erreichen, hat der Berliner Senat jetzt das Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 verabschiedet. Es enthält rund 100 Maßnahmen für die Bereiche Energie, Verkehr, Gebäude und Stadtentwicklung, Wirtschaft, private Haushalte und Konsum, die bis 2021 beziehungsweise 2030 umgesetzt werden sollen. Klappt alles wie geplant, entwickelt sich Berlin zu einer klimaneutralen Stadt und stößt 85 Prozent weniger CO2 aus als im Vergleichsjahr 1990.

Mehr Erneuerbare, bessere Speichermöglichkeiten

Zentrale Maßnahmen des Programms sind die Einsparung und effiziente Nutzung von Strom, Wärme und Kraftstoffen sowie ein verstärkter Einsatz von erneuerbaren Energien. Dazu soll unter anderem die gasbasierte Kraft-Wärme-Kopplung ausgebaut werden und mehr Wärme- und Stromspeicher zum Einsatz kommen. Zudem plant die Hauptstadt, mehr Solarenergie zu nutzen und Power-to-Gas-Anwendungen zu fördern. Im Bereich Mobilität will die Stadt den Öffentlichen Personennahverkehr und die Radinfrastruktur verbessern.