Benachteiligte Flächen als Fläche für Solarparks nutzen

Hessen will als drittes Bundesland künftige ertragsschwache landwirtschaftliche Flächen für Solarkraftwerke zur Verfügung stellen.

Bayern und Baden-Württemberg machen es vor, Hessen zieht nun nach: Sogenannte „benachteiligte Flächen“ werden für Solarparks zur Verfügung gestellt. Um in Zukunft Deutschland komplett mit erneuerbaren Energien zu versorgen, wird der Solarstrombedarf in den kommenden Jahren steigen. Damit wächst auch der Bedarf an Standorten für Fotovoltaikanlagen. Neue Solarparks können Sonnenstrom bereits für knapp fünf Cent je Kilowattstunde erzeugen.

Sehr gute Flächeneffizienz

Als drittes Bundesland in Deutschland, will Hessen nun mehr Fläche für die Sonnenstromproduktion zur Verfügung stellen. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) geht davon aus, dass auch weitere Bundesländer dieser Idee folgen werden, denn die Fotovoltaik bietet eine sehr gute Flächeneffizienz: Solaranlagen auf einem unverschatteten Eigenheimdach produzieren genug Strom, um den Jahresbedarf einer fünf-köpfigen Familie inclusive Elektroauto zu decken.

Vor allem für Bundesländer die aus der Kohle aussteigen

Laut dem BSW werden die Errichtungen von Solarparks besonders in den Bundesländern auf Interesse stoßen, die den Ausstieg aus dem Kohlebergbau planen. „Erneuerbare Energien schaffen Jobs und Wertschöpfung. Für einen erfolgreichen regionalen Strukturwandel beim Kohleausstieg sollten gerade auch Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Brandenburg bei der Standortausweisung für Solarparks vorangehen“, sagt Carsten König, BSW-Hauptgeschäftsführer.