47 Staaten planen erneuerbar

Das „Climate Vulnerable Forum“ und andere Staaten wollen bis 2020 komplett auf erneuerbare Energien umstellen.

Die 43 Mitgliedsstaaten des „Climate Vulnerable Forum“ (CVF) und vier andere Staaten haben auf dem diesjährigen UN-Klimagipfel einen gemeinsamen Entschluss getroffen. Sie möchten den Anstieg der Erderwärmung seit dem 19. Jahrhundert auf 1,5 Grad beschränken. Diese Länder, die hauptsächlich aus Afrika, Asien und der Karibik kommen, sind ganz besonders von den Folgen der globalen Erwärmung betroffen. Sie versuchen schon seit Jahren den weltweiten Verbrauch fossiler Energieträger zu verringern. In Marakesch beschlossen sie deshalb sich bis 2020 komplett von Kohle, Öl und Gas abzuwenden. Die Organisation hofft, dass noch weitere Staaten sich der Initiative anschließen werden.

Unterstützung aus Deutschland

„Die Ankündigung von 47 Staaten aus den ärmsten Regionen, zu 100 Prozent auf erneuerbare Energie zu setzen, ist ein wichtiges Signal an Industriestaaten und Investoren, dass die Zeit der Kohle vorüber ist“, sagt Sabine Minninger, Klimaexpertin des evangelischen Hilfswerks Brot für die Welt.

Die Bundesregierung hat sich am 11. November auf den Klimaschutzplan 2050 geeinigt. Demnach wird die finanzielle Unterstützung für Anpassungsmaßnahmen jährlich um 50 Millionen Euro erhöht und ab 2020 wird die Regierung jedes Jahr 4 Milliarden Euro in den Adaptation Fund einzahlen. Dieser Fond dient zur Unterstützung ärmerer Länder bei der Anpassung an den Klimawandel. Ab 2020 sollen die reichen Industrieländer jährlich 100 Milliarden US-Dollar dazu beitragen.

Sorge wegen Trump

Dass Donald Trump zum neuen US-Präsidenten gewählt wurde, bereitet allerdings vielen Sorge. Noch ist es unklar, ob er die bisherigen Klimaschutzpläne und Finanzhilfen fortsetzen wird. Die scheidende US-Regierung hatte ambitionierte Ziele. Bis 2050 sollten die Emissionen um ein Fünftel gegenüber 2005 gesenkt werden. Vor der Wahl kündigte Donald Trump an, aus dem Pariser Abkommen auszusteigen und keine weiteren Zahlungen mehr vorzunehmen. Wichtige Unterstützung würde dann fehlen, aber einen weltweiten Umstieg der Energiesysteme kann auch Trump wohl kaum noch aufhalten.