10 Staaten gründen Club der Energiewende

Auf Einladung von Umweltminister Altmaier haben Vertreter von 10 Staaten einen "Club der Energiewende" gegründet. Gemeinsames Ziel ist, den Ausbau der Erneuerbaren weltweit voranzutreiben.

Wir Clubmitglieder wollen mit gutem Beispiel vorangehen, sagte Bundesumweltminister Peter Altmaier zur Gründungsveranstaltung am vergangenen Samstag in Berlin. Der Club der Energiewende-Staaten ist eine politische Initiative von Vorreitern, die ein großes Ziel eint: eine globale Energiewende. Demnach sollten erneuerbare Energien eine führende Rolle in der künftigen Weltenergieversorgung übernehmen.

Vorbild für andere Länder

Die Clubmitglieder verständigten sich darauf, das Thema erneuerbare Energien in Zukunft gemeinsam auf die politische Agenda zu setzen. So werde man bei der nächsten UN-Klimakonferenz mit einem gemeinsamen Auftritt auf die Vorteile der erneuerbaren Energien für Wohlstand, Klima und nachhaltige Entwicklung hinweisen. Zudem wolle man als Netzwerk und Ideengeber auch Anstöße für konkrete Projekte einer globalen Energiewende geben.

Die anwesenden Staatenvertreter verabschiedeten am Samstagvormittag ein Communiqué, in dem sie sich zu ihrer Vorbildfunktion bekannten. Wir rufen andere Länder dazu auf, unserem Beispiel zu folgen und bekräftigen unsere Bereitschaft, Informationen und Erfahrungen zu teilen, heißt es in der Erklärung.

Weiteres Wohlfühlprogramm mit ein paar Dollars für Solaranlagen

Der Club geht auf eine Initiative von Bundesumweltminister Peter Altmaier zurück. Gründungsmitglieder sind China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Marokko, Südafrika, Tonga, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie der Generaldirektor der IRENA, Adnan Amin. Mehr als 40 Prozent der weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien entfallen derzeit auf die zehn Clubstaaten. Das nächste Treffen des Clubs soll auf Einladung der Vereinigten Arabischen Emirate im Januar 2014 im Rahmen der IRENA-Vollversammlung in Abu Dhabi stattfinden.

Schon vor einigen Monaten hatte Altmaier den Club angekündigt – und stieß damit auf geteilte Meinung. So kommentierte etwa der Energieexperte von Greenpeace International, Sven Teske: Wir brauchen nicht ein weiteres Wohlfühlprogramm mit ein paar Dollar für ein paar Solaranlagen und eine jährliche Konferenz.