Lohnt sich die Energiewende?

550 Milliarden Euro sind bis 2050 notwendig,
damit die Energiewende gelingt. Klingt viel – doch ohne den Umstieg würde Energie noch teurer werden.

Die größten Energieverbraucher: Industrie und Verkehr

Nichts hält sich länger als ein Gerücht: Erneuerbare
Energien sind Strompreistreiber,
behaupten die Kritiker der Energiewende
hartnäckig. Bei dem Betrag, den die Energiewende
kosten soll, ist der Verdacht naheliegend. Doch eine
Studie der Universität Erlangen-Nürnberg kommt
zum gegenteiligen Ergebnis: Strom wäre in Deutschland
für Privathaushalte auch ohne Energiewende so
teuer wie heute und für Unternehmen sogar erheblich
teurer. Die Berechnungen verschiedenster
Wirtschafts- und Forschungsinstitute kommen alle
zum gleichen Schluss: Die Kosten für die Stromerzeugung
werden sich dank der regenerativen Energie schon ab diesem Jahr reduzieren
und bis 2050 sogar halbieren.

Teure Energie aus dem Ausland

Was Energieimporte kosten und Deutschland durch die Energiewende spart

Nachrechnen lohnt sich, denn die Energiewende
wird sich rentieren! Deutschland verfügt über wenig
eigene fossile und nukleare Energiereserven. Fast
Dreiviertel unserer Primärenergieträger kommen aus
dem Ausland. Die Importkosten allein für Erdöl, Erdgas
und Steinkohle haben sich zwischen dem Jahr 2000 und
2013 fast verdreifacht. 833 Milliarden Euro zahlten
deutsche Verbraucher dafür in diesem Zeitraum. Jedes Windrad, jede Fotovoltaik- oder
Biogasanlage, jedes Wasserkraftwerk, das hier
in Betrieb geht, senkt die Importkosten
für Energie.

Teure Folgekosten für Umweltschäden

Noch höher sind die Spareffekte durch die von der
Energiewende angestoßenen Energieeffizienz-Maßnahmen.
Nicht zu vergessen die gesparten Kosten
für Gesundheits- und Umweltschäden, die
durch konventionelle Energieträger wie Kohle und
Atom entstehen. Die Energiewende kommt also allen
zugute – Gesellschaft, Wirtschaft und den Bürgern.