Unser Wald

Nicht nur Erholungsraum, sondern auch wichtiger Lebensraum, CO2-Speicher und vieles mehr. SWK-Mitarbeitende unterstützten bei einer Verjüngungsaktion.

Zum Titelbild: Geschafft! Alle frisch gepflanzten Bäume sind mit einem Verbissschutz umgeben.

Unserem Wald geht es schlecht. Blickt man in die Baumkronen, sind die Schäden nicht zu übersehen. Da unterscheidet sich der Wald im Bereich des Forstamts Kaiserslautern nicht von den Wäldern im übrigen Rheinland-Pfalz. Etwa drei Viertel der Bäume sind geschädigt. Niederschlagsmangel und hohe Temperaturen schädigen die Bäume. Dazu kommen Schädlinge, wie der Borkenkäfer, der an Fichten immense Schäden anrichtet. Doch längst ist es nicht mehr nur die Fichte, die leidet. „Vor allem alte Buchen sind häufig betroffen“, berichtet die Leiterin des Forstamtes Kaiserslautern Dr. Ute Fenkner-Gies.

Erhaltung geht vor Nutzung

Im Forstamt Kaiserslautern setzt man auf eine nachhaltige Bewirtschaftung. In der Vergangenheit hieß das, nicht mehr Holz einzuschlagen als nachwächst. „Da der Zuwuchs absehbar weniger werden wird, bleiben wir bereits heute deutlich unter dem geplanten Einschlag. Die Erhaltung des Waldes, damit er auch künftig seine ökologisch wichtigen Aufgaben erfüllen kann, hat Vorrang vor einer wirtschaftlichen Nutzung“, erklärt Dr. Ute Fenkner-Gies. Zur Erhaltung unseres Waldes reicht es allein jedoch nicht aus, weniger Bäume zu fällen. Hinzukommen muss auch die Verjüngung.

Natürliche Verjüngung

Da, wo es möglich ist, setzt man auf eine natürliche Verjüngung des Waldes. Hierbei keimen die Früchte der Bäume und sorgen so für Nachwuchs. Das hat gegenüber Pflanzaktionen den Vorteil, dass die Jungbäume eine ungestörte Wurzelbildung aufweisen und daher auch bessere Chancen haben. Entstehen auf diese Weise Mischwälder, haben es Gegenspieler der Bäume, wie etwa der Borkenkäfer, durchaus schwerer.

view - die agentur / Reiner Voß

Erst wird ein Pfahl eingeschlagen, dann daran der Verbissschutz befestigt.

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Gemäß dem Nachhaltigkeitskonzept der SWK kam ein Schutz aus Holz zum Einsatz. So gibt es keinen Eintrag von Plastikteilchen in den Waldboden.

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Mischung pflanzen

Ist mit einer natürlichen Verjüngung nicht zu rechnen, werden Freiflächen aufgeforstet. Forstmitarbeiter pflanzen dann eine Mischung von zwei oder drei verschiedenen einheimischen Baumarten. Beispielsweise Eiche, Winterlinde, Hainbuche, Berg- und Spitzahorn oder die Esskastanie. Dahinter steht die Idee, dass diese besser an die örtlichen Bedingungen angepasst sind.

Deswegen werden die Samen vorhandener Bäume geerntet und die daraus gezogenen Pflanzen wieder gesetzt. „Weil wir nicht wissen, wie die Bedingungen in Zukunft sein werden, welche Baumarten sich anpassen können, experimentieren wir auf sehr kleiner Fläche auch mit Arten, die aufgrund ihrer Herkunft eine Chance haben, hier zu überleben. Zu nennen sind etwa Schwarznuss und Baumhasel. Die Entwicklung dieser Pflanzungen beobachten wir sehr genau“, so die Leiterin des Forstamtes. Auf einer Freifläche nahe dem Lagerplatz Entersweilerfeld wurden 400 Stileichen im Wechsel mit 100 Hainbuchen gepflanzt.

SWK übernimmt Verantwortung

Anlässlich ihres zehnjährigen Jubiläums unterstützte SWK die Pflanzung von rund fünfhundert Bäumen. Da es mit dem Pflanzen alleine nicht getan ist, haben sich rund 50 Mitarbeitende engagiert und die jungen Bäumchen gegen Verbiss geschützt. Gemäß dem Nachhaltigkeitskonzept der SWK kam ein Schutz aus Holz zum Einsatz. Das hat Vorteile: Ein Rückbau des naturbelassenen Materials ist nicht erforderlich. Und im Unterschied zu Kunststoffmaterialien gibt es so keinen Eintrag von Plastikteilchen in den Waldboden.