Headis erobert die Welt

Kopfballtischtennis ist eine Lautrer Erfindung. Am 29. und 30. Juni ging mit Unterstützumg der SWk die 13. Headis-Weltmeisterschaft über die Bühne.

Am Freitag, dem 29. Juni, verwandelte sich das Gelände der SWK Verkehrs-AG, auf dem normalerweise Busse rangieren, in ein riesiges Spielfeld. Neben 24 Tischtennisplatten wurde Sand für den Sandburgenwettbewerb angeliefert, Hunderte Malkreiden bereitgestellt und die Hüpfburg aufgeblasen. SWK stellte nicht nur das Gelände bereit, sondern rührte auch kräftig die Werbetrommel für das Lautrer Großereignis. In allen Bussen der SWK wiesen Plakate auf die Headis-WM hin.

Qualifikation

Für den Nachmittag standen zunächst die Qualifikationen auf dem Programm. An der WM kann jeder teilnehmen. Es sind weder eine Vereinszugehörigkeit noch besondere Vorkenntnisse erforderlich. Unter die Spieler mischte sich auch der bekannte Comedian Simon Gosejohann. In der Qualifikationsrunde konnte er sich behaupten, für die „Finals“ hat es jedoch nicht gereicht. Grund für seinen Auftritt ist ein neues Format für ProSieben-Maxx mit dem Titel „Battle Buddies“. Am Samstag war es dann so weit. Mehr als 200 Spieler aus ganz Deutschland und 13 weiteren Ländern trafen zur Weltmeisterschaft in der Geburtsstadt des Kopfballtischtennis ein und kämpften um Punkte für die Weltrangliste. Den Besten winkte ein von SWK gestifteter Pokal.

Eine Lautrer Erfindung

Headis ist eine Funsportart. Erfunden wurde sie in Kaiserslautern, genauer gesagt in der Waschmühle. Im Sommer 2006 stand dem damaligen Sportstudenten René Wegner aus Saarbrücken der Sinn nach Bewegung. Das Fußballfeld war besetzt, doch die Tischtennisplatte war frei. Aus Spaß an der Freude spielten die Jungs nur mit dem Kopf den Ball über das Netz der Tischtennisplatte. Eine Idee wurde geboren: Kopfballtischtennis. Was im Freundeskreis begann, hat sich schnell verbreitet. Heute betreiben weltweit nach Angaben des Veranstalters etwa 100 000 Menschen diese Funsportart. Universitäten bieten ihren Studenten die Möglichkeit, diese Sportart auszuüben. Bereits 2008 wurden die ersten Headis-Weltcup-Turniere veranstaltet. Mittlerweile finden jährlich zehn bis zwölf dieser Turniere statt. Aus ihnen ergibt sich die Weltrangliste. Bei den Headis-Turnieren treten alle Spielenden unter einem selbst gewählten Spielernamen an. Die Weltrangliste der Jungs führt mit deutlichem Abstand „Headsinfarkt“ an. Dahinter verbirgt sich Cornelius Döll, der im Finale einen deutlichen Sieg errang.

Körpereinsatz

Der Fußball der ersten Anfänge ist längst einem 100 Gramm schweren speziellen Gummiball gewichen. Gespielt wird an ganz normalen Tischtennistischen. Der Tisch und die Höhe des Netzes sind identisch mit denen beim Tischtennis. Der Ball darf nur mit dem Kopf gespielt werden. Die Tischtennisplatte hingegen kann mit allen Körperteilen berührt werden. Jedoch muss nach jedem gespielten Ball ein Körperteil den Boden streifen. Damit soll verhindert werden, dass die Spieler auf der Platte liegen bleiben und weiterspielen.