„Engagement statt aufgeben“

Menschen verlassen aus unterschiedlichen Gründen ihre Heimat. In Kaiserslautern haben einige ein Zuhause gefunden. Die SWK unterstützt Integrationsprojekte.

Weltweit leben mehr als 150 Millionen Menschen in Staaten, die nicht ihre Heimat sind. Die Gründe sind vielfältig. Sie wollen ihre Fami­lien zusammenführen. Sie sind niedrig- oder hochqualifizierte Arbeits­migranten. Sie sind auf der Flucht vor Verfolgung, Gewalt und Terror. Sie kommen als Flüchtlinge und Asylbewerber. Mit mehr als 900 Asylbewerbern rechnet Kaiserslautern in diesem Jahr.

Kl ist bunt

Hier leben Menschen aus mehr als 140 Nationen zusammen. Das macht Kaiserslautern bunt. Zu Recht ist unsere Stadt stolz auf ihre ­Weltoffenheit, ihre Integrationsleistung und auf das friedliche Miteinander. Gerne sprechen wir von Willkommenskultur. Ein Schlagwort mit vielen Facetten. Diese Willkommenskultur spiegelt sich nicht nur in den Bemühungen von Bund, Ländern und Kommunen wider. Vor Ort hat sie ein Gesicht in der Hilfsbereitschaft der Bevölkerung, dem Engagement der vielen Ehren­amtlichen, den vielen kleinen Aktionen und Veranstal­tungen. All das trägt zum Abbau von Barrieren zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und Einheimischen bei.

Ängste abbauen

Viele

Viele Gruppen gaben bei der interkulturellen Woche Einblicke in die Kultur ihrer Länder, hier Eritrea.

Bei allem guten Willen stoßen wir doch immer wieder an Grenzen. Denn das Unbekannte schürt diffuse Ängste. Doch begegnen wir Migranten, werden sie zu Menschen, die wir kennen. Sie werden Mitbürger, Nachbarn, Freunde. Mit ihrem vielfältigen kulturellen Hintergrund bereichern sie unser Leben. So wie die Gerichte aus ihren Heimatländern längst unsere heimische Küche bereichern. Wie bunt Kaiserslautern ist, zeigte sich erneut bei der interkulturellen Woche vom 26. September bis zum 10. Oktober 2015. Mit Unterstützung einer SWK-Stiftung wurde der Markt der Begegnung seinem Anspruch gerecht.

Hier boten Vereine und Gruppen, die sich im Netzwerk Migration und Integration zusammengeschlossen haben, an neun Veranstaltungstagen ein buntes Programm. Nonstop gaben sie auf der Bühne am Schillerplatz einen Einblick in die Kultur ihrer Herkunftsländer. Dazu boten sie Kostproben aus der internationalen Küche. Bereitschaft und Zeit für ein Gespräch führten zu vielen guten Begegnungen. Abgerundet wurde die interkulturelle Woche durch eine Vielzahl von Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themenfeldern der Integration.

Ein

Ein Dreigespann aus Kolumbien.

Vielfalt statt Einfalt

Eine Grundvoraussetzung für Integration ist der Erwerb der deutschen Sprache. Die Schillerschule hat Schüler aufgenommen, die über keinerlei Deutschkenntnisse verfügen. Um sich den neuen Anforderungen zu stellen, benötigt die Schule Materialien zur Sprachförderung.

Die Lina-Pfaff-Realschule hat in Zusammenarbeit mit dem SOS-Kinderdorf ein Schulprojekt ins Leben gerufen. Unter dem Slogan „Engagement statt aufgeben“ haben Schüler der Schule gemeinsam mit Jugend­lichen aus Asylbewerberfamilien in dem Gebiet Astern-/Gera­nien­weg einen Nutzgarten angelegt und bewirtschaftet. Auch diese beiden ­Projekte wurden durch eine Stiftung der SWK gemäß des Stiftungszwecks gefördert.

Ansprechpartnerin:
Andrea Oliver
Telefon 0631 8001-1051
E-Mail: andrea.oliver@swk-kl.de

Mehr Infos unter swk-kl.de