Einsatz im Ahrtal

Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal reagierte die SWK sofort und leistete Hilfe. Viele Mitarbeitende halfen dabei, zerstörte Infrastruktur wieder aufzubauen.

Als Erstes war ein Einsatzteam aus Mitarbeitenden der SWK-Tochter WVE und der Stadtentwässerung vor Ort. Sie haben die nicht zerstörten Kanäle von Unrat befreit und gespült. Über diesen ersten Kontakt entstanden verschiedene Hilfsanfragen aus Dernau. Am 27. Juli 2021 machten sich Björn Koch-Becker und Kai Schmeiser auf den Weg, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Bei ihrer Ankunft trauten sie ihren Augen nicht. Eine Verwüstung von ungeahntem Ausmaß bot sich ihnen. „Bilder und Berichte, die wir im Fernsehen gesehen hatten, konnten nicht annähernd die Wirklichkeit abbilden“, berichten beide übereinstimmend. „Alles war irgendwie irreal. Einerseits die Schönheit der Landschaft und andererseits die ungeheure Zerstörung.“ Die Lage war teilweise noch sehr unübersichtlich. Die komplette Infrastruktur war zerstört. In Abstimmung mit dem Krisenstab prüften die beiden Männer die Unterstützungsmöglichkeiten. Der Tenor war: Macht, was ihr könnt. Von jetzt an war Geschick und Improvisationstalent gefragt.

20 Spezialisten von SWK halfen im Ahrtal beim Wiederaufbau. Dazu viele Ehrenamtliche im Rahmen des Katastrophenschutzes (siehe Titel).

Bevor es an die Instandsetzung gehen konnte, musste oftmals erst der Schlamm beseitigt werden.

Gegenseitig unterstützt

In Dernau sollte beispielsweise die Stromversorgung für die Sporthalle der Grundschule wiederaufgebaut werden, da dort ein Versorgungszentrum für die Bevölkerung entstand. Zudem mussten die SWK-Fachleute Möglichkeiten zum Aufladen von Handys, Anschlüsse für Waschmaschinen und Trockner schaffen. Die Halle selbst versorgten Aggregate des THW mit Strom. Selbst die komplette Trinkwasserversorgung mussten sie instand setzen. Der Hochbehälter war leergelaufen, da das Wasser über kaputte Hausanschlüsse wegfloss. Von etwa 700 Häusern in der Gemeinde waren 500 nicht bewohnbar. Daher musste erst das vorgelagerte Netz instand gesetzt werden. Eine schnelle Lösung war nicht in Sicht. Doch bereits am nächsten Morgen um fünf Uhr stand das Einsatzteam bereit. Im Konvoi ging es erneut nach Dernau. Alles, was an Arbeitsmitteln notwendig war, brachte SWK mit. Material wurde telefonisch beim Großhändler bestellt und am nächsten Morgen geladen. So ging das über mehrere Wochen. Am Ende konnten Handys geladen, konnte Wäsche gewaschen werden. In den bewohnbaren Häusern gab es wieder Wasser, wenn auch nicht in Trinkwasserqualität. Die Gashausanschlüsse waren vom Netz getrennt. Alle Kräfte, die vor Ort waren, haben gemeinsam angepackt und sich gegenseitig unterstützt.

Dank und Respekt

„Dass wir in einer solchen Krisensituation konzernweit unterstützen, versteht sich von selbst“, erklärten die SWK-Vorstände Rainer Nauerz und Markus Vollmer. „Allen Mitarbeitenden, die im Einsatz waren, und auch denjenigen, die hier in Kaiserslautern das Tagesgeschäft alleine bewältigt haben, gilt unser Respekt und unser Dank. Allen unseren Mitarbeitenden, die vor Ort waren, bieten wir professionelle Unterstützung bei der Verarbeitung des Erlebten an.“