Der gute Ton

Die Kammgarn ist weit über die Landesgrenzen hinaus zu einem Begriff geworden. Das Konzerthaus gehört zu den fünf Top-Adressen in Deutschland.

15 Uhr. Werner Herzog, technischer Leiter der Kammgarn, und seine Mannschaft sind bereit. Gerade ist Julia Neigel mit ihren Musikern eingetroffen. Am Abend wird sie ihr neues Programm „Samt & Seide“ vorstellen. Flügel und Akustikgitarre begleiten ihre drei Oktaven umspannende Stimme. Das stellt besondere Anforderungen an die Tontechnik. „Der Flügel soll wie ein Flügel klingen und nicht wie ein Klavier“, erklärt Werner Herzog. Er ist verantwortlich für die technische Umsetzung des Klangs. Die kleinen Nuancen erfordern ein feines Ohr und eine langjährige Erfahrung. Und da Julia Neigel vorwiegend deutsch singt, legt der Tonmeister großen Wert auf eine hohe Sprachverständlichkeit.

Im Frühjahr bekam das Konzerthaus eine neue digitale Beschallungsanlage. Rund 100 000 Euro brachte die Stadt dafür auf. Damit ist das Haus auch für die Zukunft gerüstet. Nach einer Stunde ist der Sound perfekt. Die Beleuchtung ist eingerichtet. Noch heizen die Scheinwerfer den Künstlern ordentlich ein. Doch wird sich das ab Herbst ändern, wenn die Beleuchtungstechnik auf LED umgerüstet ist. Die Investition wird sich über die erwartete Stromeinsparung rechnen. Durch den Bezug von grüner Energie ist das Haus CO2-neutral. Die Kammgarn wird wieder einmal ihrem Ruf gerecht. SWK-Vorstandsmitglied Richard Mastenbroek ließ es sich nicht nehmen, das Konzert persönlich zu besuchen. „Die Interpretin und die Kammgarn haben eins gemeinsam: einfach einzigartig“, kommentiert Mastenbroek.

Julia

Julia Neigel ins rechte Licht gerückt: für jeden Song eine eigene Beleuchtung. (Bildnachweis: view – die agentur / Reiner Voß)

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Im Herbst rüstet die Kammgarn ihre Beleuchtungsanlage auf LED um. (Bildnachweis: view – die agentur / Reiner Voß)

Karten

Karten abreißen ist Chefsache. Richard Müller sucht den Kontakt zum Publikum. (Bildnachweis: view – die agentur / Reiner Voß)

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Mit Erfahrung und Gespür: Werner Herzog beim Soundcheck (Bildnachweis: view – die agentur / Reiner Voß)

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Cotton Club: für Konzerte im kleineren Rahmen mit viel Atmosphäre (Bild:view – die agentur / Christian Timmig)

Der gute Ton II

Julia Neigel steht in Kaiserslautern nicht zum ersten Mal auf der Bühne. Mehr als 30-mal gastierte sie in der Kammgarn. „Hier stimmt einfach alles, die Technik, die Betreuung, die Werbung, das Publikum“, erklärt die als Ausnahmetalent gefeierte Sängerin. „Alles ist top, die Kammgarn ist ein ausgezeichnetes Haus. Hier möchte jeder auftreten. Hier haben viele Künstler ihre Karriere begonnen.“ Das gilt auch für Julia Neigel. Im Laufe der Zeit ist zwischen der Künstlerin und dem Kammgarn-Chef beinahe eine Freundschaft entstanden. Auf eine gute Beziehung zu den Künstlern und Agenturen legt Richard Müller viel Wert. Er kümmert sich persönlich, ist beim Konzert zugegen. Dadurch entsteht eine Verbundenheit. Wie weit die geht, zeigte sich im Frühjahr beim Jazzfestival. Als Y’Akoto krankheitsbedingt kurzfristig ausfiel, fand Richard Müller innerhalb von wenigen Stunden Ersatz.

Der gute Ton III

Seit mehr als 28 Jahren steht er an der Spitze der Kammgarn. Er setzt auf Kontinuität. Das Programm trägt seine Handschrift. Mehr als 6500 große und kleine Konzerte hat er in den Sparten Rock, Jazz, Blues und Pop organisiert. Dazu die großen Festivals. Doch er weiß auch um die Gefahr, wenn ein Haus mit seinen Machern und dem Publikum altert. Mit „Young Kammgarn“ hat Müller Vorsorge getroffen. Diese Programmlinie, die sich an ein junges Publikum wendet, hat seine Stellvertreterin Angelika Kuhn initiiert und sie betreut sie auch. Daneben setzt Müller auf Nachwuchsförderung und bezieht regionale Künstler in das Programm mit ein.

Und die Kammgarn entwickelt sich weiter. Vom 7. bis 10. September geht das Comedy-Festival „Lautern Lacht“ in die vierte Runde. Ein Biergarten ist zu den beiden Bars hinzugekommen. Das Publikum dankt es ihm. Mehr als 40 000 Besucher strömen jedes Jahr in die unter Denkmalschutz stehende Kammgarn. Nicht selten steht Richard Müller an der Tür und reißt die Karten ab. Auch der enge Kontakt zum Publikum gehört zum guten Ton. It’s not just music, it’s Kammgarn.

„Alles ist top, die Kammgarn ist ein ausgezeichnetes Haus. Hier möchte jeder auftreten.“Julia Neigel

Infos auch unter kammgarn.de

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