Daseinsvorsorge sichern

Die kommunalen Unternehmen halten Deutschland am Laufen. Ziel beim Energieforum war die Versorgungssicherheit auch für die Zukunft zu gewährleisten.

Beim 11. Lautrer Energieforum, am 20. März 2019, stellte SWK die Frage, wie sich Stadtwerke, die regionale Verantwortung übernehmen, im harten Wettbewerb mit Energievertrieben behaupten können. Digitalisierung, Energiewende und steigender Wettbewerb stellen Stadtwerke vor große Herausforderungen. Mit dem Ausbau der erneuerbaren Ener­gien verändert sich die Erzeugungslandschaft. Sie wird immer kleinteiliger. Eine Tendenz zur Eigenversorgung zeichnet sich ab. Das verändert auch die Rolle der Energieversorger. Denn ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass eine sichere und zuverlässige Stromversorgung auch dann gewährleistet ist, wenn Sonne und Wind einmal nicht liefern. Ein sehr komplexes Geflecht von Regelungsmaßnahmen wird notwendig. SWK rüstet sich für die Zukunft und macht sich auf den Weg zum Infrastrukturmanager. Dabei setzt der regionale Versorger auf seine starke Verwurzelung in der Region.

Schneller Wandel

Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel, Schirmherr des Lautrer Energieforums, beleuchtete in seiner Eröffnungsrede im Kasino der Kammgarn die Bedeutung der Infrastruktur für die Entwicklung der Stadt hin zu einer Smart City. SWK-Vorstandsmitglied Markus Vollmer erklärte in seinem Einführungsvortrag: „In kaum einer Branche ändern sich die Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben so schnell und tiefgreifend wie in der Energiebranche. Einerseits schränkt die Politik damit die Handlungsfähigkeit der kommunalen Versorger ein, andererseits sieht sie in ihnen die Lösungsanbieter für die aktuellen Probleme in der Energieversorgung und im Umweltschutz.“ Markus Vollmer zeigte an Beispielen, dass SWK bestens dafür vorbereitet ist, die anstehenden Herausforderungen zu meistern.

Die Referenten

Die Referenten des Abends waren Professor Dr. Marc Oliver Bettzüge vom Energiewirtschaftlichen Institut der Universität Köln und Horst Meierhofer, Geschäftsführer des Landesverbandes der Energie und Wasserwirtschaft Hessen/Rheinland-Pfalz e. V. in Mainz. Dr. Marc Oliver Bettzüge untersuchte, inwieweit eine dezentrale Infrastruktur der Schlüssel zur Energiewende sein kann. Horst Meierhofer ging der Frage nach, ob die Stadtwerke den Spagat zwischen lokaler Verantwortung und immer härterem Wettbewerb schaffen.

Gut gerüstet

Nach den Fachvorträgen und der von Holger Wienpahl, SWR, geleiteten lebhaften Podiumsdiskussion bedankte sich SWK-Vorstandsmitglied Richard Mastenbroek bei den Referenten und dem Moderator für den informativen Abend. Nach einem Resümee der Vorträge stellte er fest, dass SWK mit ihrer starken regionalen Verankerung und ihrer Bereitschaft, den Wandel zu gestalten, für die Zukunft gut gerüstet sind.

Mehr Infos zum 11. Lautrer Energieforum gibt es hier

Im Titelbild von links: Holger Wienpahl, SWR, Moderator des Energieforums, Dr. Klaus Weichel, Oberbürgermeister Kaiserslautern, Markus Vollmer, SWK-Vorstandsmitglied, Prof. Dr. Marc Oliver Bettzüge, Energiewirtschaftliches Institut Universität Köln, Richard Mastenbroek, SWK-Vorstands­mitglied und Horst Meierhofer, Geschäftsführer LDEW Hessen/Rheinland-Pfalz e. V., Mainz.